Todesfall - was tun?

 
   

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Bestattungsrecht

ist in Deutschland Ländersache. Hier erfahren Sie Grundsätzliches. Details können regional variieren.

Todesfall


Meldepflicht und Veränderungsverbot

Jeder Todesfall muß gemeldet werden, damit die Totenbeschau durchgeführt werden kann. Meldepflichtig sind die nächsten Angehörigen und Mitbewohner, die Hausbesitzer bzw. deren Verwaltung bzw. jeder, der den Leichnam findet oder sonst vom Todesfall erfährt. Sterbefälle in Heimen, Kliniken etc. werden immer von der Leitung der Einrichtung gemeldet.

Die Meldung muß der Gemeinde, direkt dem Totenbeschauer oder - bei Leichenfund - der Polizei gemeldet werden. Die Meldung kann auch über das Bestattungsunternehmen erfolgen.

Ohne Zustimmung des Totenbeschauers, darf ein Leichnam weder verändert noch weggebracht werden. Auch Waschen und Ankleiden sind vorerst nicht erlaubt!

Totenbeschau und Behandlungsschein

Die Totenbeschau hat den Zweck, den Tod offiziell festzustellen. Weiters muß die Todesursache bestimmt werden und nach Anhaltspunkten für Fremdverschulden Ausschau gehalten werden. Da der Totenbeschauer die sicheren Todeszeichen (Totenflecken, Leichenstarre) feststellen muß und sich diese erst einige Zeit nach der Todesstunde bilden, kommt der Totenbeschauer nicht sofort ins Haus, sondern meist erst nach einigen Stunden. Früher zu kommen hätte keinen Sinn, nehmen Sie die Wartezeit also bitte nicht übel.

Für dier Feststellung der Todesursache und das Ausschließen von Fremdverschulden benötigt der Totenbeschauer den sogenannten Behandlungsschein. Der Behandlungsschein wird vom Hausarzt der verstorbenen Person ausgestellt. Sie können die Zeit bis zum Eintreffen des Totenbeschauers nutzen, um den Hausarzt zu kontaktieren und nach dem Behandlungsschein zu fragen. Das beschleunigt die Totenbeschau.

Ist die Todesursache klar und liegt kein Hinweis auf Fremdverschulden vor, wird der Totenschein ausgestellt und der Leichnam freigegeben. Die Freigabe bedeutet, daß die Verfügungsberechtigten - also die nahestenden Hinterbliebenen - über den Leichnam verfügen und die Bestattung in Auftrag geben können.

Der Totenbeschauer kann erforderlichenfalls Anordnungen treffen, was mit dem Leichnam geschehen soll. Beispielsweise die Beerdigungszeit festsetzen, bei Infektionsgefahr die Aufbahrung untersagen etc.

Obduktion

Ist die Todesursache nicht gleich feststellbar oder werden bei der Totenbeschau verdächtige Umstände bemerkt, wird der Leichnam zuerst obduziert.

Ereignet sich der Sterbefall in einem öffentlichen Krankenhaus, wird - aus wissenschaftlichen Gründen - so gut wie immer eine Obduktion vorgenommen. Das ist gesetzlich gedeckt und kann weder durch eine zu Lebzeiten geäußerte Verfügung noch durch den Einwand der Angehörigen verhindert werden.

Nach Abschluß der Obduktion und der Spurensicherung wird der Leichnam freigegeben.

Bestattungsunternehmen

Spätestens mit der Freigabe des Leichnams müssen Sie ein Bestattungsunternehmen beauftragen. Zumindest der Transport einer verstorbenen Person muß - mit ganz wenigen Ausnahmen - durch ein Bestattungsunternehmen erfolgen. Die Verständigung des Bestattungsunternehmens sollte aber schon vorher erfolgen um die Abholung planen zu können. Meist wird es sinnvoll sein, das Bestattungsunternehmen als erstes zu verständigen, denn wer kennt schon die Telefonnummer der Totenbeschau-Behörde. Ihr Bestattungsunternehmen regelt dies gerne für Sie.

Wichtig: Sie haben freie Wahl und müssen nicht den nächstgelegenen Bestatter beauftragen. Auch wenn Sie in dieser Situation vorrangig andere Sorgen haben, sollten Sie Angebote vergleichen und ausdrücklich nach dem Preis und dem Leistungsumfang fragen. Sie müssen auch nicht jedes Angebot akzeptieren. Wenn Sie sich außerstande fühlen, lassen Sie sich begleiten. Den Preis einer Bestattungsdienstleistung zu hinterfragen bedeutet nicht, daß Ihnen die verstorbene Person nicht wichtig wäre oder Sie kleinlich sind. Ein seriöses Unternehmen wird Ihnen Rede und Antwort stehen. Besonders Preise über € 2.000,- sind nur durch besondere Dienstleistungen oder Luxussärge zu rechtfertigen.

 


Zusammenfassung:

  • Todesfall melden
  • Leichnam nicht verändern
  • Hausarzt verständigen und nach dem Behandlungsschein fragen
  • BestatterIn auswählen
Bestattungsanstalt Unschwarz, Bangarten 22, FL-9490 Vaduz, RegNr. 0002.211.249-9, FL-MWSt-Nr. 56.606, Wichtiger Hinweis